Geschichte & Tradition

Die Bergschaft Holzmatten ist eine der sieben Alpkorporationen im Grindelwaldtal. Die ersten Regeln stammen aus dem Jahre 1404. Die heute in ihren Grundzügen immer noch gültigen Satzungen sind im sogenannten Taleinungsbrief aus dem Jahre 1538 niedergeschrieben. Die letzte Überarbeitung dieses einmaligen, und für die Alpen in Grindelwald wichtigen Dokumentes, fand im Jahre 2002 statt.

Bereits im Mittelalter wurde der Talboden individuell bewirtschaftet, während das darüberliegende Alpgebiet nach alemannischer Art als Gemeingut (Allmend) galt. Hier darf nur Vieh weiden, das im Tal überwintert hat. Nur die Bauern, die sesshaft im Tal sind, haben das Recht ihre Tiere auf der Alp zu sömmern. Wie viele Tiere ein einzelner Landwirt auf die Alp geben darf, bestimmt sich nach der Grasmenge, die auf seinem Grundstück im Tal wächst. Diese Regelung hat seit Jahrhunderien vor einer Übernutzung der Alpweiden geschützt. Die Alprechte sind nicht an eine Person, sondern an den Boden im Tal gebunden, und können nicht verkauft werden.

Weide- und Heuland

Weideland: 140 Hektaren

Waldweide: 3 Hektaren

Wildheu 6 Hektaren

Streueland: 5 Hektaren

Total: 154 Hektaren

Bestossung

Kuhrechte: 99

Bestossung 2017:

47 Kühe

35 Galtvieh

60 Ziegen

Die Stäfel (Alpläger)

Spätenboden

Wird nur von Galtvieh bestossen

Läger

Alpauffahrt anfangs Juni bis anfangs Juli und anfangs September bis zur Alpabfahrt ca. 20. September

Steessiboden

Anfangs Juli bis gegen Ende Juli und Ende August für ca. eine Woche

Im Steessiboden ist ein Senntum mit 50 Ziegen.

Feld

Ende Juli bis Ende August.

Höchst gelegenes Alpläger im Kanton Bern